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5 Tipps von Gustave Le Bon

Erstellt am: 28. März 2021

Bearbeitet am: 20. April 2021

Wer war Le Bon?

Charles-Marie Gustave Le Bon wurde am 7. Mai 1841 in Nogent-le-Rotrou, Frankreich, geboren und war ein französischer Universalgelehrter. Zu seinen Interessen gehörten Anthropologie, Psychologie, Soziologie, Medizin sowie Erfindungen und Physik. Bekannt wurde er vor allem durch sein Werk "The Crowd: A Study of the Popular Mind". Dies gilt als eines der wegweisenden Theorien der Crowd-Psychologie.

Hintergrund

Im Jahr 1866 qualifizierte er sich als Doktor der Medizin an der Universität Paris. Er entschied sich gegen den Beruf als Arzt und begann seine Schreibkarriere im selben Jahr seines Abschlusses. Bevor er nach dem Ausbruch des deutsch-französischen Krieges in die französische Armee eintrat, veröffentlichte er eine Reihe von medizinischen Artikeln sowie Büchern. Dabei prägte der Krieg sein Weltbild. Nach der Zeit in der Armee reiste er durch Europa, Asien und Nordafrika. Er analysierte die Völker sowie Zivilisationen mit Hilfe seines anthropologischen Wissens und entwickelte eine essentielle Sicht auf die Menschheit.

In den 1890er Jahren wandte er sich der Psychologie und Soziologie zu. In diesen Feldern veröffentlichte er seine erfolgreichsten Werke. Le Bon entwickelte die Ansicht, dass Massen nicht die Summe ihrer einzelnen Teile sind. Er war der Meinung, dass in den Massen eine neue psychologische Einheit entsteht. Gleichzeitig schuf er seine psychologischen und soziologischen Theorien, führte Experimente in der Physik durch und veröffentlichte populäre Bücher zu diesem Thema.

5 Tipps

Hier sind fünf Dinge, die du von Le Bon lernen kannst!

#1 Massen machen das Unmögliche möglich

Das Unwahrscheinliche existiert für einen Großteil der Menschen nicht. Es ist wichtig, sich dies zu merken und den Umstand gut im Auge zu behalten. Massen, die sowohl zur Reflexion als auch zur Argumentation unfähig sind, kennen den Begriff der Unwahrscheinlichkeit nicht. Sie können Dinge, die tatsächlich wahrscheinlich sind, schlecht von den unwahrscheinlichen unterscheiden. Dabei sind es im Allgemeinen die unwahrscheinlichsten Dinge, die am auffälligsten sind. Das heißt Massen, die nur in Bildern denken können, sind auch nur von diesen beeindruckt oder erschreckt.

Also, nochmal in zwei Sätzen. Massen sind nicht in der Lage zwischen dem Unwahrscheinlichen und dem Wahrscheinlichen zu unterscheiden. Daher werden sie durch die Bilder zu unwahrscheinlichen Handlungen angeregt. Folglich kann ein breites Publikum genau durch solche Bilder beeinflusst werden, so Le Bons Theorie.

Fazit: Scheue dich nicht banale und unwahrscheinliche Werbung für deine Produkte zu machen, denn genau diese sorgen für Faszination und bleiben im Kopf!

#2 Einfluss der Menge

Wenn ein Individuum Teil einer Menge ist, erwirbt es ein Gefühl von unbesiegbarer Macht. Und dies erlaubt dem Einzelnen auch diesen Instinkt nachzugeben. Wenn er jedoch alleine gewesen wäre, so würde dieser Wunsch unterdrückt. Mit Sicherheit wirst du dies nach lesen dieses Satzes erst einmal verleugnen. Aber dies ist tatsächlich so, denk nur mal an den Begriff Gruppenzwang.

Es herrscht das Gefühl, Teil einer Bewegung zu sein, die größer ist als du selbst. Denn das gibt dir unerschütterliches Vertrauen. Wenn man das auf spekulative Aktivitäten anwendet, also vor allem in der Wirtschaft, so ist es nach Le Bon möglich mit dem Vertrauen einer Masse sogar Preise zu bestimmen. Interessanter Ansatz!

Fazit: Für ein Unternehmen bedeutet das, dass es die Kundenloyalität ganz einfach stärken kann, indem es eine Community aufbaut und fördert, die aus den Kunden besteht. So bekommt die Popularität und Glaubwürdigkeit einen immensen Boost!

#3 Tradition über Politik

Heutzutage sind es die Traditionen, die in der Politik maßgeblich sind. Die individuellen Tendenzen und Rivalitäten der Vorsitzenden zählen nicht. Denn es sind die Stimme der Massen die ausschlaggebend geworden sind. Folgt man diesem Gedanken, so sind es die Meinungen der Bürger, die die Politiker lenken. Also, die Zukunft einer Nationen liegt nicht mehr nur in den Händen der Regierung. Sondern in den Händen der überwiegenden Masse. Das bedeutet, wenn man eine große Anzahl von Menschen kontrolliert, so erlangt man einen sagenhaften Einfluss. Das hört sich fast schon etwas gruselig an, wenn man beispielsweise an Hitler denkt…

Fazit: Es ist maßgeblich den Interessen der Kunden zu folgen. Hat man einmal den Kern ihrer Bedürfnisse getroffen, so lässt sich dieser erweitern und auch beeinflussen. Man könnte sie beispielsweise so lenken, dass man einen Trend erschafft.

#4 Willenlose Sklaven

Der Psychologe hat zwei Beobachtungen bei einem Individuum, das für einige Zeit in einer Menschenmenge ist, gemacht. Entweder folgt es dem massiven Einfluss der Menge oder es befindet sich in einem Zustand der Faszination. Dabei scheint der Einzelne fast hypnotisiert zu sein. Das bedeutet wiederum, dass er, ohne es zu wissen, beliebig gesteuert werden kann.

Die bewusste Persönlichkeit ist verschwunden und Willen und Unterscheidungskraft gehen völlig verloren. Alle Gefühle und Gedanken werden vom Hypnotiseur bestimmt. Das bedeutet: wenn du der Menge nachgibst, bist du verloren. Jeder intellektuelle Vorteil, den du erworben hast, und dein Willen verschwinden. Die Menge macht Individuelle Eigenschaften zu Nichte. Sie erschafft sozusagen Klone, die absolut identisch sind.

Ein spannender Begriff der in diesem Zusammenhang passt ist das Ikarus-Paradox. Der Begriff bezieht sich auf das Phänomen, dass Unternehmen nach einer Periode offensichtlichen Erfolgs abrupt scheitern. Dabei wird dieses Scheitern gerade durch die Elemente, die zu dem anfänglichen Erfolg geführt haben, verursacht. Dieses Wissen ist super zum Angeben!

Fazit: Wenn man als Firma diese Macht einer Menschenmenge nutzt, um bestimmte Produkte zu vermarkten, dann muss man äußerst vorsichtig damit umgehen. Der genannte Ikarus Effekt kann nämlich fatale Folgen haben!

#5 Analysieren

Le Bon nennt dieses Phänomen die “psychologische Menge“. Er definiert es als ein Wesen, das aus unterschiedlichen Elementen gebildet wird. Jede einzelne Zelle hat zunächst völlig verschiedene Eigenschaften. Aber vereinen sich alle Elemente zu einem großen Ganzen, so entsteht ein neues Wesen. Dabei besitzt es Merkmale, die sich sehr von denen unterscheiden, die jede Zelle zuvor besessen hat.

Wenn man also annimmt, dass dies wahr ist, dann wird es schwer diese Merkmale genau zu identifizieren, ohne selbst ein Teil der Menge zu werden.

Fazit: Aufgrund dessen ist es sehr wichtig, die Zielgruppe immer penibel zu analysieren und dabei strategisch und wissenschaftlich vorzugehen!

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