Welche 3 Phasen durchläuft ein Startup, um erfolgreich zu sein?

Welche 3 Phasen durchläuft ein Startup, um erfolgreich zu sein?
von Brandmaster Flash
0 Shares

Startups durchlaufen verschiedene Entwicklungsphasen. So tun es auch deren GründerInnen. Es ist wichtig, die Startup-Entwicklung in Phasen zu unterteilen, da jede dieser Phasen mit anderen Zielen, Risiken und Chancen, Aufgaben und Herausforderungen einhergeht. Die Frage des Status Quo lässt sich auch nur dann ausreichend beantworten, wenn man weiß, wo man sich mit seinem Startup in der Entwicklung gerade befindet. Hierzu stellen wir dir die folgenden Phasen genauer vor.

Problem Lösung Fit (Phase 1)

Problem Lösung Fit oder Problem Solution Fit ist die erste große Phase im Leben eines Startups. Er bedeutet, dass das Startup eine Nachfrage entdeckt hat und dass sein Konzept demzufolge für ein Angebot von der Zielgruppe akzeptiert wird. Dies ist die Voraussetzung dafür, das Gründungsprojekt fortzusetzen und mit der Produktentwicklung zu beginnen. Der Problem Lösung Fit wurde erreicht, sobald die folgenden vier Kriterien erfüllt sind:

#1 Das Startup hat eine klare Definition seiner Zielgruppe.

#2 Die Mitglieder der Zielgruppe haben ein bestimmtes Problem.

#3 Sie betrachten das geplante des Startups als befriedigende Lösung ihres Problems.

#4 Sie wären bereit, die Lösung zu kaufen bzw. zu nutzen.

Warum ist ein Problem Lösung Fit wichtig?

Viele Gründer nehmen einfach an, dass es eine Nachfrage nach ihrer Geschäftsidee geben wird. Somit investiert man schließlich viel Zeit und Geld in die Entwicklung eines Produkts. Infolgedessen stellt man fest, dass niemand es haben will. Dies ist die häufigste Ursache für das Scheitern von Startups. Aus diesem Grund lautet das Motto des Startup-Accelerators Y Combinator „Make something people want“.

Produkt Markt Fit (Phase 2)

Produkt Markt Fit oder Product Market Fit ist die zweite Phase im Leben eines Startups. Vor allem läutet er die Skalierungsphase ein, in der Gründer in Wachstum investieren. Startups entwickeln unter dem Strich innovative Produkte. Das heißt, dass ihre Gründer oft nicht einmal wissen, wer genau ihre zukünftigen Kunden sind und was sie für Erwartungen an ihre Produkte haben werden. 2008 beispielsweise war das Konzept von Airbnb, private Übernachtungsmöglichkeiten an Reisende zu vermitteln, vollkommen ungewohnt. Somit war zunächst überhaupt nicht klar, ob es von den Mietern und Vermietern angenommen werden würde.

Einen guten Produkt Markt Fit erkennt man daran, dass sich die folgenden Metriken plötzlich verbessern:

#1 Die Erfolgsquote in der Kundenakquise verbessert sich.

#2 Die Kosten, um einen neuen Kunden zu gewinnen, sinken.

#3 Der Anteil der Neukunden, die schon nach kurzer Zeit wieder abspringen, geht zurück.

#4 Der Anteil der Kunden, die das Produkt weiterempfehlen, wächst.

Produkte mit einem guten Fit müssen Gründer nicht mit aufwändigen Kampagnen vermarkten – ihre Kunden reißen sie ihnen regelrecht aus der Hand. In den Worten des Silicon Valley-Investors Marc Andreesen: „Man kann Produkt Markt Fit richtig spüren. Die Kunden kaufen dein Produkt so schnell, wie du es produzieren bzw. Server hinzufügen kannst, und das Geld deiner Kunden stapelt sich auf deinem Konto“.

Skalierung (Phase 3)

In der letzten Phase schaltet das Startup einen Gang hoch. Es geht auf die Überholspur, denn jetzt heißt es wachsen.

Gerade bei Internet-Startups ist die Skalierung des Geschäftsmodells der große Reiz. Beispielsweise kann eine Software nahezu unendlich oft verkauft werden, ohne große weitere Kosten zu produzieren. Ein Automobilhersteller hingegen muss mit steigenden Aufträgen auch neue Mitarbeiter und Ressourcen einkaufen.

Entscheidend für ein gutes Startup ist deshalb, dass das Geschäftsmodell überhaupt so skalierbar ist, dass die Kosten nicht so schnell wachsen wie die Erlöse.

Beispiele für ein gelungenes Produkt-Markt-Fit:

Amazon begann 1994 als kleiner Online-Buchhandel und ist jetzt Marktführer im Onlineshopping

Facebook war 2004 an der Harvard University als Konzept für eine webbasierte Version von Universitätsjahrbüchern entwickelt. Heute ist es das weltweit größte soziale Netzwerk mit mittlerweile mehr als eine Milliarde Nutzer und aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken

Apple startete 1976 als Computerhersteller und hat bis heute mehrere Geschäftsfelder erschlossen. 2007 hat Apple mit der Vorstellung des iPhone, das sich über 700 Millionen Mal verkauft hat, die Welt revolutioniert. 

Auch diese Unternehmen haben als Startup klein angefangen. Mittlerweile wissen sie um die Bedürfnisse der Zielgruppe und revolutionieren mit Leichtigkeit Nutzererlebnisse. Sie kennen die Gewohnheiten ihrer Kunden oft besser als sie selbst.

Fazit:

Definiere deine Zielgruppe, die ein bestimmtes Problem oder Bedürfnis hat. Finde eine Lösung. Stelle fest, ob deine Lösung deine Zielgruppe befriedigen würde und sie dazu bereit wäre, deine Lösung zu kaufen. Erforsche, ob dein Leistungsversprechen wirklich bei den Kunden ankommt und einen Mehrwert für sie schafft. Teste und experimentiere bis dein Produkt marktgerecht ist. Sobald deine Marke sagt was sie tut und tut was sie sagt, wird dir dein Produkt quasi aus den Händen gerissen. Und dann beginne zu wachsen.

Brandmaster  Flash
Brandmaster Flash
Der Brandmaster Flash schreibt für dich Blogbeiträge rund um das Thema Marke, Branding, Design und Startup. Wir freuen uns über dein Feedback und selbstverständlich, wenn du unsere Beiträge teilst. Wir sagen jetzt schon mal Danke für deine Zeit.
Kostenloser Newsletter

Schließe dich über 1.000 smarten Abonnenten an

Deine Daten sind sicher. Hier ist unsere Datenschutzerklärung.

Noch keine Kommentare vorhanden.

Was denkst du?

© 2022 DASIMPERIUM.WTF

Dein Blog über Marke, Branding, Marketing und Design

DatenschutzImpressum
..