Ferdinand Porsche im Porträt

Erstellt am: 10. März 2021

Bearbeitet am: 30. Juni 2021

Steckbrief

Ferdinand Porsche

* 3. September 1875 in Maffersdorf (Böhmen)

† 30. Januar 1951 in Stuttgart

verheiratet, 2 Kinder

Autos made in Germany sind überall auf der Welt beliebt. Neben den großen Marken wie VW oder Mercedes gibt es auch ein echtes Juwel für Sportwagen. Die Rede ist vom Porsche. Und wir schildern euch, wie der begabte Ferdinand Porsche zur Entwicklung von Sportwagen kam.

Die Anfänge

Wir sind in Tschechien im Jahr 1875. Am 2. September erblickt Ferdinand Porsche das Licht der Welt. Nach dem Abschluss der Volksschule absolviert er eine Lehre im elterlichen Betrieb. 1893 schließlich, im Alter von 18, tritt er einen ersten Job in Wien an. In einer Firma für Elektrizität arbeitet sich Porsche schnell hoch. In dieser Zeit erfindet er den Radnabenelektromotor. Dabei sitzt der Motor direkt auf dem Rad. Jedenfalls meldet Porsche darauf 1896 ein Patent an. 1899 wechselt er zu den Lohner-Werken und baut dort noch im gleichen Jahr sein erstes Elektroauto. Zusätzlich im Jahr darauf das weltweit erste Fahrzeug mit Allradantrieb, den Lohner-Porsche. Und darüber hinaus 1902 auch das erste Hybridfahrzeug der Welt. 1904 verließ er die Lohner-Werke. Der Firma sind seine Forschungen zu teuer.

Der Schritt zu Daimler

Also geht Ferdinand Porsche 1906 als Entwicklungs- und Produktionsleiter zur Österreichischen Daimler-Motoren-Gesellschaft in Wien. Dort befasst er sich mit der Entwicklung von Personenfahrzeugen, Flugmotoren und Sportwagen. Schon 1908 erscheint sein erster Flugmotor für Luftschiffe und Flugzeuge. 1917 wird Porsche zum Direktor von Daimler Österreich. 1923 verlässt er Austro-Daimler, nachdem der Vorstand die Gelder für den Rennsport stark kürzt. Ab April 1923 ist er bei Daimler in Stuttgart. Porsche entwickelt den Prototypen des späteren VW Käfers. Darüber hinaus baut er 1924 zunächst den Mercedes 24/100/140 PS (bekannt als Mercedes-Benz Typ 630) und ab 1926 die neuen Sportwagen Mercedes-Benz Typ S, SS und SSK.

Die Gründung von Porsche

Infolge eines kurzen Gastspiels bei einer Firma für Waffen macht sich Porsche selbstständig. Er gründet ein Konstruktionsbüro im Dezember 1930. Am 25.04.1931 wird es schließlich eingetragen als "Dr. Ing. h. c. F. Porsche GmbH, Konstruktionen und Beratung für Motoren und Fahrzeuge". Der Grundstein des heutigen Autobauers. Ferdinand selbst hält 80% der Anteile. Darüber hinaus haben Rennfahrer Adolf Rosenberger und Schwiegersohn Anton Piech jeweils 10%. Allerdings tritt Rosenberger 1935 seine Anteile an Ferdinands Sohn Ferry-Anton ab. 1934 entwickelt Porsche auf Anweisung den deutschen Volkswagen. Besser gesagt: VW Käfer.

Ferdinand Porsche während der NS-Zeit

1937 wird Porsche Mitglied der NSDAP. Darüber hinaus ernennt man Porsche im weiteren Kriegsverlauf zum SS-Oberführer. Zudem hat er wiederholt Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge angefordert. Diese sollen ihm beim Aufbau neuer Fabriken helfen. Porsche ist stark engagiert in der Rüstungsproduktion von Hitler. Nach Kriegsende hält sich Porsche in Österreich auf. Im Dezember 1945 wird er gemeinsam mit Piech festgenommen. Sie verbringen 22 Monate in französischen Gefängnissen. 1948 wird er vor Gericht freigesprochen. Für die Zusammenarbeit mit VW bei der Weiterentwicklung des VW-Käfers wird 1949 eine monatliche Zahlung von 40.000 DM vereinbart. Dies bildet eine finanzielle Basis für das Autowerk Dr. Ing. h. c. F. Porsche KG und die österreichische Pkw-Handelsgesellschaft Porsche Holding.

Ferdinand Porsche stirbt im Januar 1951. Er war verheiratet und hatte zwei Kinder, die beide bei Porsche arbeiteten. Mehr interessante Fakten zur Marke Porsche könnt ihr hier lesen.

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