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Tipping Point Zusammenfassung auf deutsch

Erstellt am: 24. Juni 2021

Bearbeitet am: 25. Juni 2021

Das Buch Tipping Point wurde von Malcolm Gladwell geschrieben. Es wurde im Jahr 2000 erstmals veröffentlicht und beschäftigt sich damit, welchen großen Einfluss die kleinen Dinge im Leben haben können.

Tipping Point untersucht, warum bestimmte Produkte, Ideen aber auch Krankheiten sich verbreiten. Es geht um Merkmale von Epidemien, die einen starken Anstieg von Verkäufen, Gesprächen und Diagnosen zufolge haben. Zudem geht es um die Menschen dahinter; die Menschen die für die Ausbreitung von Epidemien entscheidend sind.

Was ist der Tipping Point?

Laut Gladwell ist der Tipping Point der Moment, in dem ein Trend zu sich zu einer Epidemie entwickelt. Der Trend breitet sich also auf einmal rasant aus, wie beispielsweise auch eine Grippe. Sie steckt immer mehr Menschen an und das von Tag zu Tag. Diese Übertragung nimmt immer weiter zu, bis sie außer Kontrolle gerät. Dies nennt Gladwell den Kipppunkt (Englisch: Tipping Point).

Kipppunkte sind also bestimmte Zeitpunkte, an denen eine extreme Änderung vonstatten geht.

Die Auswirkung von Wenigen

Gladwell geht davon aus, dass wenige Menschen ausreichen, um eine Epidemie auszulösen. So bezieht er sich hier auf die 80-20 Regel die besagt, dass 20% einer Gruppe ausreichen, um 80% des Ergebnisses zu erreichen.

Einige Beispiele die Gladwell nennt sind:

20% der Angestellten können 80% der Arbeit erledigen

20% der Kriminellen können 80% der Straftaten begehen

20% der Autofahrer können 80% der Unfälle verursachen

20% der Biertrinker können 80% des Biers trinken

Auf Epidemien lässt sich dies auch anwenden. Es benötigt nur wenige Personen, um sie in einem großen Umfang auszulösen. Durch einen kleinen Anteil von Menschen infizieren sich schon viele.

Die Connectors

Laut Gladwell sind Connectors Menschen mit einem großen sozialen Netzwerk. Sie besitzen also auch eine große Reichweite. Das ermöglicht es ihnen, Inhalte und Ideen innerhalb von sehr kurzer Zeit zu verbreiten. Sie wissen also, wie man richtig kommuniziert und verfügen über weak ties. Dies sind bekannte aus verschiedenen Lebensbereichen. Dadurch können Connectors sich in verschiedenen Bereichen gut vernetzen und auskennen.

Dabei gilt bei den Connectors: je mehr Kontakte sie haben, desto schneller verbreiten sich auch die Ideen.

Die Mavens

Mavens kennen sich in vielen Themenbereichen aus. Auch sie können bei der Verbreitung von sozialen Epidemien eine große Rolle spielen. Denn sie besorgen sich stets neue Informationen und stellen diese in Verbindung zu ihrem Wissen. Die Informationen, die Mavens am häufigsten bekommen, beziehen sich auf Trends oder Produkte.

Die Mavens kombinieren ihre Informationsbeschaffung mit sozialen Fähigkeiten und können damit effizient ihr Wissen weitergeben. Sie haben also großen Einfluss auf diejenigen sozialen Kontakte, die sie besitzen. Mavens besitzen im Vergleich zu Connectors weniger Leute in ihrem Netzwerk. Allerdings erreichen sie jeden einzelnen besser und können sie so von Produkten überzeugen.

Verbreitung von Ideen

Weltweit gibt es jeden Tag viele Ideen. Doch nicht alle davon werden sich verbreiten und viral gehen. Denn die Ideen müssen das Interesse der Menschen wecken, um bekannt zu werden. Eine Idee muss also etwas Besonderes enthalten und sich vom Alltäglichen abgrenzen. Dabei kann laut Gladwell selbst ein kleines Detail schon einen riesigen Unterschied machen.

Als Beispiel dafür nennt Gladwell die Sesamstraße. Diese entschied sich nämlich dazu es anderes zu machen, als andere Sendungen. Sie setzte statt fiktiven Charakteren auch echte Menschen ein. Diese kleine Änderung machte sie zu einer der beliebtetsten Kinderserien, weil das Fernsehen dadurch interaktiver für die Kinder wurde.

Der Einfluss von äußeren Umständen auf unser Verhalten

Nicht nur die innere Natur, auch äußere Umstände beeinflussen unser Verhalten. Jede Änderung dieser Umstände kann somit auch unser Verhalten beeinflussen. So mussten in einer Studie Studenten einen Vortrag halten. Der Hälfte wurde vorher gesagt, dass sie nicht zu spät kommen dürfen und der anderen Hälfte wurde gesagt, dass sie sich nicht beeilen müssen. Beide Gruppen trafen auf dem Weg zum Vortrag auf einen Mann, der zusammengebrochen war. Aus der ersten Gruppe hielten nur 10% der Studenten an, aus der zweiten Gruppe waren es 63%. Dies zeigt, wie die Umstände unser Verhalten beeinflussen können.

Einfluss des Kontexts auf eine Epidemie

Der Kontext kann darüber entscheiden, ob eine Epidemie überhaupt ausbricht. Ein Beispiel dafür kommt von Gladwell aus New York aus der Mitte der 90er Jahre. Dort war Kriminalität ein wichtiges Gesprächsthema, nachdem ein weißer Mann vier schwarze Jugendliche in einer U-Bahn erschoss. Auch die Medien berichteten über diesen Fall als Höhepunkt der Kriminalitätsepidemie. Nach diesem Ereignis wurde der weiße Mann von vielen als Krimineller, von manchen aber auch als Held gesehen. Denn er habe ja einen möglichen Überfall verhindert. In diesem Zeitraum nahm die Kriminalität in New York somit immer weiter zu.

Die Polizei versuchte deshalb des Kontexts des Anstiegs von Straftaten zu berücksichtigen und glaubte, dass Graffitis und Schwarzfahren die Ursache war. Dabei glaubte die Polizei, dass man die Leute einfach davonkommen ließ und somit immer mehr Menschen glaubten, dass sie mit Straftaten davonkommen würden. Die Behörden entfernten also Graffitis und stellten Schwarzfahren als Straftat dar. Dies führte tatsächlich dazu, dass die Kriminalitätsrate in den folgenden Jahren immer weiter sank.

Gladwell erklärt dazu, dass das Umweld eines Kriminellen seine Denkweise und sein Verhalten bestimmen und diese Änderungen der Polizei das Umfeld zum besseren veränderten. Menschen reagieren also sensibel auf Veränderungen von Umständen.

Gladwell führt aber auch an, dass die Größe von Gruppen den Erfolg von Epidemien beeinflusst. Man soll keine Gruppen mit größer als 150 Menschen bilden, um eine soziale Epidemie zu erzeugen. Denn nur bis zu dieser Zahl ist eine Gruppe noch intim genug, um dynamisch zu agieren.

Kritische Epidemien

Es gibt auch einige Epidemien, die laut Gladwell kritisch zu sehen sind. Dazu gehören:

Rauchen bei Teenagern

Selbstmorde von männlichen Teenagern

Selbstmord im Allgemeinen

Laut Gladwell können Selbstmorde Kipppunkte sein, die eine Epidemie von Selbstmordern fördert. Denn es gibt viele Nachahmer, die dieses verhalten kopieren.

Auch Assoziationen mit Epidemien, wie dem Rauchen, sorgen dafür, dass es mehr Nachahmer gibt. So assoziieren Menschen mit dem Rauchen beispielsweise Kultiviertheit. Eine bestimmte Kultur sieht das Rauchen also als cool an, in diesem Fall die Teenager. Zu einer Epidemie kann das Rauchen dann werden, weil es süchtig machen kann.

Doch wie bekämpft man eine solche Epidemie? Gladwell schlägt vor, dass man den Tipping Point finden muss, um den zukünftigen Einfluss auf mehr Teenager zu bekämpfen. Auch eine Veränderung des Umfelds kann die Wahrscheinlichkeit des Rauchens verringern.

Fazit

Tipping Point ist ein Buch in dem es darum geht, wie man Ideen schnell verbreiten kann. Dabei vergleicht der Autor die Verbeitung von Ideen mit einer Verbreitung von Epidemien und liefert wichtige Tipps und praktische Beispiele.

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