Walt Disney im Porträt

Erstellt am: 24. Februar 2021

Bearbeitet am: 03. Juni 2021

Steckbrief

Walter Elias "Walt" Disney

* 5. Dezember 1901 in Chicago, Illinois

† 15. Dezember 1966 in Burbank, Kalifornien

verheiratet, 1 leibliche Tochter, 1 adoptierte Tochter

Leuchtende Augen bei Groß und Klein. Kaum jemand auf der Welt schafft es, Menschen jeden Alters und jeder Religion so zu beglücken, wie es Walt Disney tut. Wir werfen einen Blick zurück auf die Entstehung der Firma, die uns Mickey, Donald und das Dschungelbuch bescherte.

Die Anfänge

Walter Elias, kurz Walt, Disney, wurde im Dezember 1901 in Chicago geboren. Walter ist das vierte von fünf Kindern. Sein Vater war Unternehmer. Dementsprechend zog die Familie einige Male um. Walter begann früh, im elterlichen Betrieb zu helfen. So trug er mit seinem älteren Bruder Roy zum Beispiel Zeitungen aus. Als die Familie 1916 zurück nach Chicago zog, blieb Walt Disney in Kansas. Er beendete dort sein Schuljahr und nahm Unterricht an einer Kunstschule. Im Herbst 1916 kam auch Walter zurück nach Chicago. Er hatte diverse Nebenjobs. Sein Vater bezahlte ihm Kurse an der örtlichen Kunstakademie. Nach einem Einsatz für das Rote Kreuz in Frankreich im Winter 1918/19, kehrte er zurück in die USA. Sein Berufswunsch war nun Zeichenkünstler. Daher zog er wieder nach Kansas City zu seinem Bruder Roy in die Nähe. Dort nahm er einige Stellen als Zeichner bei verschiedenen Zeitungen und Studios an.

Der Beginn des Walt Disney Konzerns

Bei den Jobs lernte er Ub Iwerks kennen. Einen Trickfilmzeichner- und techniker mit ostfriesischen Wurzeln. Infolgedessen machten sich beide gemeinsam mit einem eigenen Studio selbstständig. Mit einem Startkapital von 250 Dollar kauften Disney und Iwerks die notwendige Ausstattung. Sie mieteten ein kleines Büro als Studio und stellten kurze Werbefilme her. Schließlich bekamen beide eine Anstellung in einer Werbeagentur. Nebenher entwickelten sie ihre Fähigkeiten immer weiter. Im Mai 1920 ließen sie ihre eigene Firma eintragen. Von Erfolg gekrönt war dieser Schritt aber nicht. Kurzum, die in den folgenden Jahren produzierten Filme hatten alle keinen Erfolg.

Disney zog mit seinem letzten Geld nach Los Angeles. Er wohnte bei seinem Onkel und versuchte, seine Filme an den Mann zu bringen. Endlich hatte er Erfolg. Eine Kinokette bestellte eine ganze Reihe an Kurzfilmen. Im Folgenden trat eine New Yorker Filmvermietung an ihn heran. Sie vereinbarten die Produktion von zwölf Alice-Filmen. Der Vertrag wurde am 16.10.1923 unterzeichnet und gilt als Geburtsstunde des Walt Disney Konzerns.

Mickey Maus, Donald Duck und Pluto

Ub Iworks kam 1924 nach und fing bei Disney an. Die Alice-Filme hatten großen Erfolg, so dass die Verträge zweimal verlängert wurden. 1926 gab Disney die Zeichnerei auf. Er wurde der kreative Kopf, während Iworks die Ideen umsetzte. Auf der Rückreise von New York nach Los Angeles erfand Disney die Figur Micky Maus. Der erste Film mit Micky hatte 1928 Premiere. Die Kritiken waren hervorragend. Infolge dessen wurde Micky Maus weltweit bekannt und Disney zu einem der erfolgreichsten Filmproduzenten. Im Laufe der 1930er Jahre wurden insgesamt 90 Micky-Maus-Filme gedreht. Allerdings mussten neue Charaktere her. 1934 hatte Donald Duck seine Premiere. Es folgten Daisy Duck, Goofy und Pluto.

Bereits 1932 gewann er seinen ersten Oscar. Es folgten 25 weitere. Auf jeden Fall ein Rekord. Disneys Ehrgeiz war ungebrochen. Jeder Film sollte besser als der vorherige sein. 1935 sah Disney auf einer Reise mit seinem Bruder Roy in Frankreich einen Zusammenschnitt einiger seiner Kurzfilme. Daraus resultierend verstärkte sich der Wunsch, abendfüllende Filme zu produzieren. Richtigerweise machte er sich mit seinem Team an die Arbeit. Nach drei Jahren und Kosten von 1,75 Millionen Dollar war es soweit. Schneewittchen und die 7 Zwerge feierte Premiere in Hollywood. Folgerichtig ein Meilenstein für Disney selbst und den Film überhaupt.

Märchenonkel und der erste Freizeitpark

Ungeachtet dessen benötigte Disney mehr Geld für seine zahlreichen Pläne. Somit gehörte Walt Disney Anfang der 1950er Jahre zu den ersten Produzenten, die das aufkommende Fernsehen für sich nutzten. Er schloss einen Vertrag mit dem damaligen Fernsehsender ABC-Paramount über eine TV-Show. Titel der Sendung: Disneyland. Diese moderierte er und präsentierte immer neue Filme aus seinem Studio. Deshalb wurde er ein landesweit bekannter Moderator und Märchenonkel. Im Juli 1955 war es soweit. Disneyland öffnete zum ersten Mal seine Tore. Die Gestaltung erfolgte in Zusammenhang mit Zeichnern seiner Studios. Sie ist an einen typischen Disney-Film angelehnt. Im selben Jahr erschien Susi & Strolch.

Zu Beginn der 1960er Jahre konzentrierte sich Walter auf die Freizeitparks. 1964 erwarb er das Gelände für den zweiten Park in Orlando. Im Oktober 1967 erschien Das Dschungelbuch. Der letzte Film, an dem Disney persönlich mitwirkte. Die Premiere bekam er hingegen schon nicht mehr mit. Er verstarb im Dezember 1966 an den Folgen von Lungenkrebs. Disney war starker Raucher. Daraufhin übernahm sein Bruder die Weiterentwicklung der Parks und die Leitung der Studios.

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