Wer ist der BMW Markengründer?

Erstellt am: 24. Februar 2021

Bearbeitet am: 12. Juli 2021

Steckbrief

Karl Rapp

* 24. September 1882 in Ehingen an der Donau

† 26. Mai 1962 in Locarno

Wenn Autofans den Namen BMW hören, leuchten ihre Augen. Sportlich, elegant, komfortabel. Viele Begriffe, die man mit drei Buchstaben verbindet. Wir hingegen widmen uns dem Mann hinter dieser Erfolgsgeschichte. BMW-Gründer Karl Rapp im Porträt.

Die Anfänge

Karl Rapp wird im September 1882 in Ehningen geboren. Nach seiner Ausbildung zum Ingenieur arbeitet er in Cannstatt. Rapp gründet 1913 die Rapp Motorenwerke GmbH. Standort ist München. Während des ersten Weltkriegs arbeitet seine Firma im Bereich des Flugzeugbaus. Auch Motoren gehören zum Programm Rapps. Partnerfirma ist die Gustav Otto Flugmaschinenwerke. Diese gründete der gleichnamige Maschinenbau-Ingenieur. 1916 gerät Otto in finanzielle Schwierigkeiten. Es erfolgt ein Übergang auf die Bayrische Flugzeugwerke AG.

Aus Flugzeugen werden Autos

Die Rapp Motorenwerke GmbH werden bereits 1917 zu den Bayrischen Motorenwerke GmbH ausgebaut. Treibende Kräfte dahinter sind Ingenieur Franz-Josef Popp und Investor Camillo Castiglioni. Karl Rapp schied zeitgleich aus dem Unternehmen aus. Infolgedessen widmet sich Rapp naturwissenschaftlichen Studien. Darüber hinaus betreibt er Höhenforschung. Zudem hat Rapp ein Observatorium.

Die Weiterentwicklung

Der Ursprung des Namens BMW ist die Firma Schneeweis in Chemnitz. Die Bayerische Motorenwerke GmbH wandelte sich 1918 zur Aktiengesellschaft. Sie firmiert ab 1920 als Süddeutsche Bremsen-AG. Die Motorenbau-Abteilung und der alte Unternehmensname (Firma) werden 1922 verkauft. Die vormalige Bayerische Flugzeugwerke AG (BFW) heißt seitdem Bayrische Motorenwerke AG. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs schien das Ende zu kommen. Der Friedensvertrag verbot für fünf Jahre, in Deutschland Flugmotoren herzustellen. Die Motoren hingegen waren bis dato einziges Produkt von BMW. Jedoch hielt man sich nicht zu 100% daran, wie Werbeanzeigen verrieten. Daher überstand man diese Phase.

Neustart als BMW

Schließlich wird es spannend in der Geschichte von BMW. Investor und Hauptaktionär Castiglioni verlässt das Unternehmen 1922. Er nimmt die Namensrechte mit und geht zu den Bayrischen Motorenwerken. Diese waren aus den Bayerischen Flugzeugwerken hervorgegangen. Die wiederum waren aus dem Anfang des Jahres in Konkurs gegangenen Gustav-Otto-Flugzeugwerken entstanden. Deshalb gilt der 7. März 1916 als offizielles Gründungsdatum. Mit dem Wechsel von Castiglioni wird aus den Bayerischen Flugzeugwerken (BFW) BMW. Das Unternehmen aber, das bis dahin BMW hieß, wurde zur Südbremse. Gar nicht so einfach zu durchschauen.

BMW als Autobauer

Obgleich BMW jetzt BMW heißt, werden nichtsdestotrotz keine Autos hergestellt. Schwerpunkt sind weiterhin Motoren. Erst 1928 wird die Fahrzeugfabrik Eisenach übernommen. Daraus resultierend ist BMW endlich ein Automobilhersteller. Und bis heute geblieben. 1932 erblickt das erste eigene Fahrzeug das Licht der Welt. Der AM1 rollt vom Band. Wobei AM für "Automobilkonstruktion München" steht. Nach dem Zweiten Weltkrieg verliert man das Werk in Eisenach. Am Hauptsitz in München ist bis dato noch nie ein Wagen gebaut. Infolgedessen rollt die Produktion erst 1948 wieder an. Anfänglich werden erst einmal Motorräder gebaut. Der erste Wagen folgt sogar erst vier Jahre später.

Im Dezember 1959 steht der Konzern vor der Pleite. Es besteht die Gefahr, an Mercedes-Benz zu gehen. Im Folgenden konnte dies in letzter Minute verhindert werden. Zu verdanken ist es unter anderem Betriebsrat und Mitarbeitern. In den 1990er Jahren misslang die Übernahme von Rover. Dadurch rutscht die BMW Group erneut in eine Krise. Übrig geblieben ist von diesem Deal einzig die Marke "Mini".

Die Marke heute

Susanne Klatten und Stefan Quandt sind größte Einzelaktionäre. Sie besitzen über verschiedene Wege ca. 40% der Aktien. Im Jahr 2019 machte das Unternehmen einen Umsatz von circa 104 Milliarden Euro.

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